Auswirkungen von Mykotoxinen bei Legehennen und Elterntieren

Unsichtbar, aber nicht harmlos

Mykotoxine sind toxische Stoffwechselprodukte, die von Pilzen wie Aspergillus, Fusarium und Penicillium gebildet werden. Aufgrund ihrer Stabilität während der Futterverarbeitung und -lagerung stellen sie eine anhaltende Bedrohung in der Geflügelproduktion dar. Bei Legehennen und Elterntieren führt ihr Vorhandensein zu erheblichen Einbußen in Produktivität, Immunität und Reproduktionsleistung.

Hauptmykotoxine, die Legehennen und Elterntiere betreffen

Aflatoxin B1 (AFB1), eines der wirksamsten und am häufigsten vorkommenden Mykotoxine, verursacht Leberschäden, eine beeinträchtigte Stoffwechseleffizienz, Immunsuppression sowie Rückgänge in der Eiproduktion und -qualität. Ochratoxin A (OTA) wirkt sich hauptsächlich auf Nieren und Leber aus und reduziert die Futteraufnahme, Legeleistung und Eischalenqualität, da es in den Kalziumstoffwechsel eingreift. T-2-Toxin, ein für seine Zytotoxizität bekanntes Trichothecen, schädigt die Magen- bzw. Darm-Schleimhaut, verringert die Nährstoffaufnahme, unterdrückt die Immunfunktion, verursacht orale Läsionen und beeinträchtigt die Fruchtbarkeit von Elterntieren erheblich. Zearalenon (ZEN), eine östrogen wirksame Verbindung, stört die Reproduktionsfunktion, beeinträchtigt die Ovarphysiologie und kann sich negativ auf die Eischalenbildung auswirken.

Gemeinsam können diese Mykotoxine die Immunantwort und die Leistungsparameter von Legehennen und Elterntieren erheblich beeinträchtigen.

MYCORAID – Mehrschichtiger Schutz

MYCORAID ist ein Multikomponentenprodukt, das ausgewählte Mineralstoffe zur Adsorption, eine biologische Komponente zur Bioremediation, Pflanzenextrakte zur Leberunterstützung und Hefezellwände zur Immununterstützung kombiniert. In Versuchen zeigte sich, dass es Mykotoxine wie AFB1, OTA, T 2 und ZEN adsorbiert und bioremediiert, während Nährstoffe wie Vitamine und Aminosäuren nur unwesentlich beeinflusst werden.

Versuchsergebnisse bei Legehennen, die einer Kontamination des Futters mit AFB1 und T 2 ausgesetzt waren, zeigten eine verbesserte Eiqualität, gesündere Leber- und Nierengewichte sowie bessere Blutparameter (Raj et al., 2023). MYCORAID konnte die Legerate deutlich (um bis zu 2,1%) verbessern und zudem die Gesamtfutteraufnahme (um bis zu 0,8%), das Eischalengewicht (um bis zu 1,6%) und die Kumulative Eimasse (um bis zu 1,3%, Abbildung 1) erhöhen.

Obwohl die Leistungssteigerung aus finanzieller Sicht priorisiert wird, kann ein eindeutiger Nachweis der Mykotoxinentgiftung nur über die Reduzierung der Mykotoxinrückstände im tierischen Gewebe erfolgen (siehe Abbildung 1). Die Mykotoxinerückstände in der Leber konnten reduziert werden (bis zu 17%), was die erfolgreiche Entgiftung von Mykotoxinen in diesem Versuch bestätigt. Diese Ergebnisse belegen die Fähigkeit von MYCORAID, innere Organe zu schützen und die Produktivität auch unter Mykotoxineinfluss aufrechtzuerhalten.

Fazit

Die kombinierte Wirkung verschiedener Mykotoxine beeinträchtigt die Gesundheit, Produktivität und Reproduktion von Geflügel erheblich. MYCORAID mildert diese Effekte durch Adsorption, Bioremediation, Unterstützung der Entgiftung sowie Stärkung des Immunsystems. Mit seiner nachgewiesenen Wirksamkeit stellt MYCORAID eine praxistaugliche Lösung dar, um Leistung und Wohlbefinden von Legehennen und Elterntieren auch unter Mykotoxinbelastung zu erhalten.

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