Die stille Kraft im Futter



Wie Holzligane die Resilienz unterstützen

Praxisdaten aus der Junghennenaufzucht zeigen klar: Eine gezielte ernährungsbasierte Unterstützung durch Holzlignane kann entscheidend zur Stabilität einer Herde beitragen. Trotz Gesundheitsbelastung blieben sowohl Lebendgewicht als auch Mortalität stabil – ein Hinweis auf echte Resilienz statt reaktiver Leistungseinbußen.

Aufzucht als Basis für langfristige Herdenstabilität

Junghennen werden zunehmend unter Bedingungen aufgezogen, in denen gesundheitliche Herausforderungen kaum zu vermeiden sind. Pathogene, widrige Umweltfaktoren und Managementeinflüsse erhöhen die Belastung und können Darmfunktion, Nährstoffverwertung und allgemeine Robustheit beeinträchtigen. Umso wichtiger werden ernährungsbasierte Ansätze, die nicht therapeutisch eingreifen, sondern vorbeugend die physiologische Stabilität der Herde stärken.

Infektionsdruck vs. physiologische Balance

In einem Praxisversuch mit ca. 100.000 Junghennen wurde eine Kontrollgruppe mit einer Versuchsgruppe verglichen. Die Junghennen in der Versuchsgruppe erhielten dasselbe Futter wie die Kontrolltiere, jedoch mit Zulage von AGROMED ROI. Während die Kontrollgruppe klinisch unauffällig blieb, war die Versuchsgruppe mit einer Influenzainfektion konfrontiert. Trotz des erhöhten Infektionsdrucks zeigte die Versuchsgruppe nahezu identische Leistungsparameter wie die Kontrolltiere. 

Das Lebendgewicht gilt als einer der sensibelsten Indikatoren für Störungen während der Aufzucht. Typische Krankheitsverläufe führen zu sinkender Futteraufnahme, einer Umverteilung der Energie im Stoffwechsel zugunsten der Immunantwort, was in einem Einbruch in der Lebendmassezunahme oder einer verzögerten Entwicklung resultiert. Die Daten aus der Praxis zeigen: Die Versuchsgruppe entwickelte sich nahezu parallel zur gesunden Kontrollgruppe (Abbildung 1). Es gab keine Anzeichen für anhaltende Wachstumsdepressionen, obwohl Gesundheitsbelastungen vorlagen. Das spricht für einen stabilen Stoffwechsel, der nicht dauerhaft in entzündliche Prozesse abgleiten musste.

Mortalität Resilienz statt Resistenz

Die Mortalität zeigt nicht nur das Krankheitsgeschehen an, sie spiegelt auch wider, wie gut eine Herde mit Belastungen umzugehen vermag. Unter Infektionsdruck steigt die Sterblichkeit oft aufgrund überschießender Entzündungsreaktionen oder sekundärer Krankheitsverläufe.

Im Versuch blieb die Mortalität der supplementierten Gruppe niedrig, sogar leicht unter jener der Kontrollgruppe (Abbildung 2). Das bedeutet nicht, dass die Tiere keinen Belastungen ausgesetzt waren, vielmehr zeigt es, dass sie besser mit diesen Belastungen umgehen konnten. Diese Ergebnisse erlauben den Rückschluss, dass eine Futterergänzung mit AGROMED ROI dazu beigetragen hat, dass die Tiere Stresseinflüsse besser kompensieren konnten, ohne in schwere klinische Verläufe abzurutschen.  In zahlreichen wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass Holzlignane entzündungshemmende und antioxidative Wirkungen haben und damit die Darmgesundheit nachhaltig unterstützen können.

Holzlignane in der Praxis: Effekt über Prävention, nicht Therapie

Die Ergebnisse zeigen, wie gezielte Fütterung mit Holzlignanen mittels AGROMED ROI zwar keine Belastung verhindern, aber ihre Auswirkungen auf die Tiergesundheit und Leistung abmildern können. Unter Praxisbedingungen ist eine gewisse Pathogenexposition unvermeidlich. Beeinflussbar ist jedoch, wie gut die Tiere dagegen gewappnet sind und wie stabil sie reagieren.

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