Benzoesäure im Wandel – Mehr Sicherheit und Flexibilität in der Anwendung

Das Absetzen von Ferkeln geht mit vielen Stressoren einher: das soziale Gefüge ändert sich durch die Trennung von der Sau mit der nötigen Gewöhnung an eine neue Umgebung und nicht zuletzt die vollständige Umstellung auf Futter als alleinige Nahrungsquelle. Der Verdauungstrakt des Ferkels ist dem oft nicht gewachsen – Absetzdurchfälle sind die Folge.

Altbekannt und bewährt

Dagegen sind in den letzten Jahren unterschiedliche Strategien entstanden, insbesondere im Bereich der Futterzusätze. Besonderer Beliebtheit erfreut sich die Benzoesäure. Sie hilft den Ferkeln Absetzdurchfälle zu mindern und sicher ihre 25 kg zu erreichen. Die Anwendung ist jedoch für Futterhersteller und Landwirte eine Herausforderung. Für den Anwender sind besondere Schutzmaßnahmen erforderlich und starke Säuren können technische Anlagen und Fördertechnik langfristig durch Korrosion schädigen. Zudem ist auf eine genaue Dosierung zu achten, da zu viel die Schmackhaftigkeit und das Darmmikrobiom negativ beeinträchtigen kann. Gleichzeitig lässt diese rechtlich gesehen keinen Spielraum für die individuellen Verhältnisse auf einem Schweinebetrieb.

Glyceride sind antibakteriell überlegen

Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass Monoglyceride der nicht veresterten Form von kurz- und mittelkettigen Fettsäuren überlegen sind, was die antibakteriellen Eigenschaften betrifft. Analog dazu schafft der Veresterungsprozess im Falle der Benzoesäure wichtige Vorteile: hohe Anwendersicherheit, nicht korrosiv und flexible Dosierungsmöglichkeiten sowohl auf dem Hof als auch im Mischfutterwerk.

Was bringt der Austausch herkömmlicher Benzoesäure mit Olus®C7?

Material und Methoden

Insgesamt 448 gesunde Ferkel mit einem durchschnittlichen Körpergewicht von 5,62 kg wurden im Alter von 21 Tagen abgesetzt und entsprechend ihrem Körpergewicht und Geschlecht (50:50 weibliche und männliche Tiere) auf 32 Buchten verteilt (14 Ferkel pro Bucht, 16 Buchten pro Versuchsgruppe).

Die zwei Versuchsgruppen erhielten entweder 5,0 kg/t Benzoesäure (Vevovitall®) oder 2,5 kg/t Olus®C7. Die Absetzfutter wurden 14 Tage lang verfüttert, die Starterrationen für den Rest des siebenwöchigen Versuchszeitraums. Alle Rationen wurden in Form von Pellets verabreicht. Die Ferkel wurden zu Beginn, beim Futterwechsel und am Ende des Versuchs gewogen.

Die Gesamtgewichtszunahme, die Futteraufnahme und die Mortalität wurden erfasst, und die Futterverwertung wurde berechnet (um die Mortalität bereinigt).

Ergebnisse

Die Produktionsleistungen sind in Tabelle 1 aufgeführt. Die Wachstumsleistungen wurden bei beiden Gruppen als gut bewertet.

Tabelle 1 Produktionsleistung von Schweinen, die während der Absetzphase mit Benzoesäure oder Olus®C7 gefüttert wurden.

Das Ausgangsgewicht der Ferkel beider Gruppen war ähnlich, während das Endgewicht der Ferkel aus der Olus®C7-Behandlungsgruppe um 310 g höher war als das der Gruppe mit Benzoesäure. Die Unterschiede zwischen den Behandlungsgruppen waren jedoch statistisch nicht signifikant. Da die Futterverwertung ähnlich war, ging dieser numerische Unterschied bei der Gewichtszunahme mit einer höheren Futteraufnahme in der Olus®C7-Gruppe einher.

Daraus wurde geschlossen, dass 2,5 kg/t Olus®C7 zu einer mindestens vergleichbaren Produktionsleistung führten wie 5,0 kg/t Benzoesäure.

Schlussfolgerungen

In dieser Studie erzielte Olus®C7 in einer Dosierung von 2,5 kg/t bei Ferkeln nach dem Absetzen eine vergleichbare Produktionsleistung wie Benzoesäure in einer Dosierung von 5,0 kg/t. Es wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Zunahme, des Endgewichts, der Futteraufnahme oder der Futterverwertung festgestellt. Ferkel, die Olus®C7 erhielten, wiesen ein numerisch höheres Endgewicht von 310 g auf, obwohl dieser Unterschied statistisch nicht signifikant war. Die Mortalität war in beiden Behandlungsgruppen mit 1,8% identisch.

Auf der Grundlage dieser Ergebnisse ist davon auszugehen, dass der Ersatz von Benzoesäure durch Olus®C7 bei den getesteten Zugabemengen unter vergleichbaren Bedingungen zu einer ähnlichen Produktionsleistung führt. Gepaart mit hoher Anwendersicherheit und einfacher Handhabung sowie verbesserter Wirtschaftlichkeit sollte der Einsatz von Olus®C7 unbedingt geprüft werden. Erfahren Sie mehr von den Experten aus dem Hause Olus Plus B.V. auf der EuroTier in Hannover, Halle 22, Stand A15.

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