Neue EU-Leitlinien und Grenzwerte für Mykotoxine
Strengere Richtwerte, neue Maßstäbe
Vorschriften hinken oft der Wissenschaft hinterher
Was hat sich also genau geändert?
Die Richtwerte für einige Mykotoxine wurden gesenkt, was darauf hindeutet, dass sie toxischer sind als bisher angenommen.
Eine Übersicht zu den neuen Empfehlungen in praktischem Format zum Download und selbst ausdrucken erhalten Sie hier:
EU-Leitlinien und regulatorische Grenzwerte für Mykotoxine beim Geflügel
Stärkere Betonung der Überwachung
Die Empfehlung fordert die Mitgliedstaaten und Futtermittelunternehmer auf, die Überwachungsprogramme für diese wichtigen Mykotoxine zu verstärken. Labore sollen damit beauftragt werden, Proben gleichzeitig auf mehrere Mykotoxine zu analysieren, um ein besseres Verständnis des gemeinsamen Vorkommens zu ermöglichen, das zunehmend als großes Risiko in der praktischen Futtermittelproduktion anerkannt wird.
Die neue Empfehlung überträgt den Futtermittelherstellern und Landwirten eine erhebliche Verantwortung. Die aktualisierten Richtwerte sollten in die HACCP-Systeme integriert und zur Festlegung kritischer Grenzwerte für die Kontrolle von Mykotoxinrisiken herangezogen werden. Bei Überschreitung der Richtwerte wird von den Betreibern erwartet, dass sie Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, gegebenenfalls Risikobewertungen durchführen und sicherstellen, dass die in Verkehr gebrachten Futtermittel sicher und für ihren Verwendungszweck geeignet bleiben.
Die Kommission betont zudem die Notwendigkeit einer größeren Transparenz entlang der Lieferkette. Lieferanten von Futtermittelausgangserzeugnissen werden dazu angehalten, Mischfutterherstellern ausreichende Informationen über Mykotoxinkontaminationen zur Verfügung zu stellen, um ihnen dabei zu helfen, Futtermittel zu formulieren, die auch für die empfindlichsten Tierarten sicher sind.