Mykotoxine in Mais

Auswirkungen auf Nutztiere, Rolle der LC‑MS/MS‑Analytik und MYCORAID als Sicherheitsbaustein

Unsichtbar, aber nicht harmlos

Mais ist in Österreich eine zentrale Energiekomponente in der Fütterung von Schweinen, Geflügel und Wiederkäuern. Gleichzeitig nimmt das Risiko einer Kontamination mit Mykotoxinen seit Jahren zu – getrieben durch Wetterextreme, Erntestress und globalisierte Warenströme. Unsere aktuelle weltweite Maisumfrage zeigt, dass Mehrfachkontamination inzwischen eher die Regel als die Ausnahme ist. In den untersuchten Ländern dominieren Fusarium‑Toxine (z. B. DON, Fumonisine, ZEN) und zunehmend auch sogenannte „emerging“ Mykotoxine wie Beauvericin und Enniatine.

Befundlage in Österreich: hohe Prävalenz, komplexe Profile

Für österreichische Maisproben aus der Ernte 2025 berichtet der Survey, dass 94 % der Proben mit mehr als einem Mykotoxin belastet waren. Dominant waren Deoxynivalenol (DON), Beauvericin (BEA), Enniatine (ENNs), Fusarinsäure (FA), Zearalenon (ZEN) sowie T‑2 Toxin. Obwohl die durchschnittlichen Einzelkonzentrationen überwiegend im moderaten Bereich lagen, ist aus Sicht der Tiergesundheit vor allem die Kombination entscheidend: Additive und synergistische Effekte können Darmbarriere, Leberstoffwechsel, Immunantwort und Reproduktion gleichzeitig beeinträchtigen. Der Survey stuft die durchschnittliche Exposition in Österreich deshalb als moderates Risiko für alle Tierarten ein.

Importware als zusätzlicher Risikotreiber

Österreich deckt seinen Bedarf an Mais und Maiskomponenten je nach Jahr teilweise über Zukäufe. Für die betriebliche Risikobewertung ist daher nicht nur die heimische Erntequalität, sondern auch die Herkunft importierter Chargen entscheidend. Der Survey beschreibt in mehreren potenziellen Lieferregionen höhere Belastungen mit Fumonisinen, DON, ZEN und in einzelnen Ländern auch Aflatoxinen. Wird importierte Ware ohne konsequente Chargenanalytik in Mischfutter eingebracht, kann die Gesamtbelastung der Ration rasch ansteigen – häufig ohne sofort sichtbare klinische Warnsignale.

Tierartspezifische Effekte

Schweine – Absetzer sind besonders empfindlich gegenüber DON und ZEN. DON beeinträchtigt Futteraufnahme und Darmintegrität, was zu schlechteren Zunahmen und erhöhter Infektanfälligkeit führt. ZEN beeinflusst die Fruchtbarkeit, insbesondere bei Jungsauen. Co-Kontaminationen mit FA und „emerging“ Mykotoxine wie BEA/ENNs verstärken subklinische Effekte und Leistungsrückgang, auch bei moderaten Mykotoxinwerten.

Beim Geflügel stehen Futterverwertung und Immunkompetenz im Fokus. T-2 Toxin und Fusarium Profile sowie ENNs/BEA führen zu Schleimhautirritationen, reduzierter Leistung und erhöhter Anfälligkeit für Sekundärerreger. Selbst moderate Kontaminationen in Maisrationen können die FCR verschlechtern und die Robustheit unter Stress (z. B. Hitze) vermindern.

Wiederkäuer profitieren von Pansenentgiftung, doch bei hoher Leistung ist der Schutz begrenzt. Fusariumtoxine und ZEN können Stoffwechsel, Immunfunktion und Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Importierte Komponenten bergen Aflatoxin Risiko: AFB1 wird zu AFM1 in Milch metabolisiert und betrifft so die Lebensmittelsicherheit.

Warum LC-MS/MS heute unverzichtbar ist

Single Toxin Screenings reichen nicht aus. LC-MS/MS Analytik erfasst regulierte, „emerging“ und modifizierte Mykotoxine. BEA und Enniatine sind hochprävalent und werden oft nur mit LC-MS/MS erkannt. Für die Praxis heißt das: LC-MS/MS sorgt für bessere Chargenklassifizierung und gezieltes Rohstoffmanagement.

MYCORAID als Sicherheitsbaustein im Risikomanagement

Trotz guter Analytik bleibt ein Restrisiko, da Mykotoxine ungleich verteilt sind und Co-Kontaminationen häufig auftreten. MYCORAID bietet eine zusätzliche Barriere gegen Hintergrundbelastungen und Multi-Mykotoxin-Profile. Der größte Nutzen entsteht, wenn MYCORAID systematisch mit LC-MS/MS Monitoring und tierartspezifischer Risikobewertung eingesetzt wird.

Fazit

In Österreich ist eine hohe Mykotoxin-Prävalenz und Co Kontamination beobachtet. Der beste Ansatz ist Mehrfach-Absicherung: präzise LC-MS/MS Analytik für Transparenz und eine präventive Maßnahme wie MYCORAID zur Risikoreduktion. So werden Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit auch bei schwankenden Rohstoffbedingungen besser geschützt.

MYCOTOXIN CORN SURVEY 2025

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