OPTICELL hilft Sauen über die Faserwirkung hinaus

Auch für Futter-Lignocellulose ist die Wahl der Rohstoffe entscheidend

In der letzten Ausgabe unseres Newsletters wurde die besondere Rolle der bioaktiven Substanzen im Rindenanteil von OPTICELL vorgestellt. Diese Substanzen haben antioxidative Effekte, die nach jüngsten Erkenntnissen einen wichtigen Anteil an der physiologischen Wirkung von OPTICELL haben.

Oxidativer Stress bei Sauen hat weitreichende Folgen

Bei Sauen tritt oxidativer Stress insbesondere in der späten Trächtigkeit und in der Laktation aufgrund des stark erhöhten Energiebedarfes für das Wachstum der Plazenta und der Föten sowie für die Milchproduktion auf. Bei hohem oxidativem Stress können sich verschiedene unspezifische Symptome häufen. Dazu gehören gestörte Geburtsverläufe, Plazentaretention, höhere Anteile lebensschwacher, untergewichtiger oder totgeborener Ferkel sowie vermehrte Sauenabgänge in der Laktation.

OPTICELL unterstützt die Leistung von Sauen – ist die gute Wirkung allein durch Nahrungsfaser zu erklären?

Eine Vielzahl von Versuchen weltweit belegt die hervorragenden Wirkungen von OPTICELL für das Wohlbefinden und die Leistung von Sauen. Im Schnitt haben Sauen, die OPTICELL während der Trächtigkeit erhalten, eine um 42 Minuten kürzere Abferkeldauer, dabei 0,75 mehr lebend geborene Ferkel mit 3,2% höheren Geburtsgewichten. Außerdem zeigen Verhaltensbeobachtungen und Cortisolmessungen eine Reduktion des Stressniveaus während der Trächtigkeit und der Laktation.

Zum Teil lassen sich diese Effekte durch die höhere Produktion kurzkettiger Fettsäuren (SCFA) im Dickdarm erklären, da OPTICELL die Faserfermentation optimiert. SCFA unterstützen den Energiehaushalt der Sau und tragen zur Sättigung, dem intrauterinen Ferkelwachstum und der Energieversorgung während der Abferkelung bei.

Allerdings kann die stoffwechselwirksame Energie aus den SCFA schwanken, wenn die Bedürfnisse des Darmepithels steigen. Verschiedene Stressoren können zu einem höheren Umsatz und damit einem höheren Energiebedarf der Darmzellen führen. Wenn sich Einflüsse wie Hitzestress oder Krankheitsdruck zu den physiologischen Herausforderungen der Trächtigkeit gesellen, steigt der oxidative Stress, was die Darmwand zusätzlich belastet, da die freien Radikale zu einer Schädigung des Epithels führen. In der Folge steigt die lokale Nutzung der SCFA als Energiequelle für die Darmzellerneuerung und ihr Stellenwert für die systemische Energieversorgung der Sau und der Föten sinkt.

Die Erfahrungen mit OPTICELL zeigen jedoch eine sehr verlässliche Wirkung auf die erwähnten Leistungsparameter trotz schwankender Versuchbedingungen, wie Tabelle 1 zeigt.

Die Erfolgsraten von über 75% bei allen Parametern legen nahe, dass nicht nur der Energiehaushalt der Sau mit OPTICELL unterstützt wird. Die antioxidative Wirkung der sekundären Inhaltsstoffe aus der Rinde ist ein wichtiger zusätzlicher Faktor. Durch sie kann das oxidative Gleichgewicht des Dickdarmmilieus unterstützt werden, um den größtmöglichen Nutzen aus den SCFA zu ziehen. Ist hingegen der oxidative Status im Darm stabil, dürften auch die antioxidativen Komponenten systemisch wirken und die Physiologie der Sau in der Trächtigkeit unterstützen.

Doppelt hält besser

Die Kombination aus langsam fermentierbarer Nahrungsfaser und bioaktiven Komponenten aus der Rinde erzeugt eine Wechselwirkung aus SCFA und antioxidativem Effekt. Diese entspricht den Bedürfnissen der tragenden Sau ideal und macht OPTICELL zu einer verlässlichen Unterstützung in dieser fordernden Phase.

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